Krakau – Reiseblog
Elon Musk war hier heuer schon zu Besuch, Oskar Schindler aus dem Filmmeisterwerk „Schindlers Liste“ hatte hier seine berühmte Fabrik, es ist die zweitgrößte und vielleicht schönste Stadt Polens – diesmal begleitet Dich Parktiger in die ehemalige Hauptstadt – Krakau. Die Stadt wurde im zweiten Weltkrieg nicht total zerstört, daher gibt es eine historische Altstadt und viele Bauwerke aus der Gotik, der Renaissance und im Barockstil. Abgesehen von tollen Sehenswürdigkeiten gibt es in Krakau gute und preiswerte kulinarische Highlights, sowie ein aktives Nachtleben.

Krakau: Anreise und beste Reisezeit
Die direkte Entfernung (Luftlinie) zwischen Berlin und Krakau ist etwa 520 Kilometer und die Flugzeit beträgt 1 Stunde und 15 Minuten.
Verglichen mit Berlin ist es in Krakau im Jahresdurchschnitt um 0,6 Grad kälter, es fällt um rund 15% weniger Regen und die Anzahl der Sonnenstunden ist etwa gleich. Damit ergibt sich ein optimaler Reisezeitraum zwischen Mai und September, wobei natürlich auch der Winter für viele Touristen seinen Reiz hat.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Krakau
Im Mittelalter war Krakau ein wichtiges Handelszentrum und mehrere Jahrhunderte lang sogar die Hauptstadt von Polen. Krakau liegt im Süden Polens an der Weichsel und heute leben etwa 780.000 Einwohner in der Stadt. Die Distanzen in der Stadt sind recht kurz, Du kannst also locker alle Wege zu Fuß zurücklegen. Falls Dir dabei das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen sollte, gibt es alternativ auch günstige, öffentliche Verkehrsmittel.

Rynek Główny (Hauptmarkt)
Falls Du schon immer eine Zeitreise ins Mittelalter machen wolltest, ist der Marktplatz in Krakau der perfekte Ausgangspunkt. Der Marktplatz liegt im Herzen der Altstadt und ist einer der größten mittelalterlichen Plätze in Europa. Hier gibt es Cafés, Bars und Restaurants und viele schöne historische Gebäude. Eines der bekanntesten davon ist die „Tuchhalle“ die ebenfalls einen Markt beherbergt. Falls Du ein Souvenir kaufen möchtest, hast Du hier eine wirklich große Auswahl. Nachts geht am Rynek Główny auch die Party ab von der Kneipe bis zum Club ist hier alles vorhanden .



Marienkirche
Vom Hauptplatz bist Du auch gleich bei der nächsten Sehenswürdigkeit, der Marienkirche deren Türme ungleich hoch sind. Um diese Angelegenheit ranken sich verschiedene Varianten einer Legende. Zwei Brüder haben jeweils einen Turm erbaut und aus Neid hat der Eine den Anderen umgebracht. Der Mörder hatte schlussendlich Gewissensbisse und hat sich am Tag der Kirchenweihe ein Messer ins Herz gerammt und von dem Turm gestürzt. Das Messer kannst Du bei einem der Kircheneingänge sogar besichtigen! Eine weitere Besonderheit der Marienkirche ist auch das Trompetensignal namens „Hejnał“, das vom höheren der beiden Türme aus ertönt. Das Signal war ursprünglich dazu gedacht um die Bevölkerung vor Gefahren zu warnen. Während der Trompeter das Signal gegeben hat, wurde er angeblich von einem feindlichen Pfeil getroffen und getötet. Zu seinen Ehren wird das Signal nur mehr bis zu jenem Punkt abgespielt wo er getroffen wurde.


Königsschloss Wawel
Bei Deiner Krakau-Reise solltest Du es Dir auf keinen Fall entgehen lassen, den Wawelhügel zu besuchen. Auf dem Hügel befinden sich nämlich neben dem Schloss auch eine Kathedrale und eine Burg. Im Schloss ist das Nationalmuseum untergebracht wo Du Schatzkammern, Schlafräumlichkeiten und Kunstsammlungen besichtigen kannst. Die Kirche spielt eine zentrale Rolle in Polen – hier wurden die polnischen Könige gekrönt und auf dem Kirchenfriedhof eine Reihe von Königen, Nationalhelden und Künstlern beigesetzt. Das Grundkonstrukt des Schlosses stammt aus dem frühen Mittelalter und wurde in den darauffolgenden 1000 Jahren immer wieder umgebaut, erweitert und erneuert. Dadurch sind viele verschiedene Baustile an dem Herrschaftssitz zu bewundern. Parktiger-Tipp: Vom Hügel aus hast Du auch einen tollen Ausblick über Krakau!



Drachenhöhle
Wenn Du vom Wawel aus Richtung Weichsel (Fluss) gehst, kommst Du an einer Drachenstatue vorbei. Der „Drache“ bewacht dabei eine Drachenhöhle unter dem Hügel. Witzig: der Drache speit alle 5 Minuten „Feuer“, ein Highlight nicht nur für die Kinder!

Jüdisches Viertel Kazimierz
Das jüdische Viertel Kazimierz liegt im Südosten der Stadt und ist heute ein eher alternatives „Künstlerviertel“. Es gibt hier viele Synagogen die sogar den 2. Weltkrieg überdauert haben. Während der kommunistischen Zeit in Polen wurde das jüdische Viertel sich selbst überlassen, aber nach der „Wende“ sind viele Einwohner wieder dorthin zurückgekehrt und so kam wieder Aufschwung und Leben nach Kazimierz. Hier gibt es auch viele günstige Kneipen mit günstigen Bier- und Wodkapreisen. Zu später Stunde kannst Du hier außerdem Deinen Hunger mit dem besten „Zapiekankie“ stillen. Dabei handelt es sich um eine Art Baguette mit wählbarem Belag und das Ganze wird dann noch mit Käse überbacken. Unbedingt probieren! Kulinarische Empfehlung tagsüber KLICK.


Oskar Schindlers Fabrik
Am Ende unseres Blogbeitrags kommen wir zu Sehenswürdigkeiten aus einem dunklen Kapitel der Menschheitsgeschichte. In Krakau steht die berühmte Fabrik von Oskar Schindler, der dort Emaille und später Munition mit Hilfe von jüdischen KZ-Häftlingen produzieren ließ. Seit 2021 ist in der Fabrik ein Museum mit der Dauerausstellung „Krakau – während der Besatzung 1939–1945″ untergebracht. Du kannst dort unter anderem das Büro und den Schreibtisch von Oskar Schindler besichtigen. Es gibt verschiedene Versionen von „Schindlers Liste“ die zu unterschiedlichen Zeitpunkten erstellt worden sind. Manche davon sind öffentlich zugänglich ausgestellt.


Ehemaliges Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau
Etwa 50 Kilometer außerhalb von Krakau liegt das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz. Es war das Erste seiner Art und ist unbedingt einen Ausflug wert. Du kannst das Lager ausschließlich im Rahmen einer Führung besuchen, deswegen empfehlen wir Dir gleich eine komplette Tour inklusive Anreise zu buchen. Im ehemaligen Lager kannst Du die Öfen, die Arbeiterbaracken und Befestigungsanlagen ansehen. Ein Shuttlebus bringt Dich dann noch in den Teil „Birkenau“, wo das „Vernichtungslager“ untergebracht war. Du solltest Dir für die Besichtigung ausreichend Zeit nehmen, die geführten Touren werden für einen halben und einen ganzen Tag angeboten. Bereite Dich auch mental auf den Besuch vor, viele Touristen empfinden die Konfrontation mit diesem Teil der deutschen Vergangenheit als sehr belastend und reagieren emotional.



Fazit Krakau
Krakau hat wirklich viel zu bieten. Mittelalterliche Märkte und Gebäude, tolle Kirchen, den Wawel und eben auch die tief bewegenden Monumente des Holokaust. Krakau ist zudem eine sehr preiswerte Stadt. Flüge, Unterkunft, Verpflegung und Eintrittsgelder sind verhältnismäßig günstig zu bekommen. In diesem Sinne – Yolo, buchen, Urlaub genießen und Spaß haben !






